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Ausgewählte Texte

DEUTSCH

 
 

In Arbeit, bald mehr


o.T.

Luftnaht
Der Saum zittert
Luftraum
Die Wolken halten
Nicht still, Herz
Ausgezogen
Mit dem Wind
Stehe ich Kopf
Über mir die Stadt
Unter mir das

Bodenlose

Himmelweite

Unter dem Bisschen
Haut über all dem
Das ich bin
Dach, Häutchen
Fähnchen im
Flackern
Der Luftbrandung
Backe, Stein, Quai

Blaues, Brausen
Grau, ab, gleich
Lichtanker
Hafenbecken, Schoß

Semikolon

Offene Fenster
Ich gehe über
Kopf, Taumel
Wind, heute ist Wind

Du,
Gestern warst du

Die kleinen Furchen
Weich
Augenweichen

Und ich im Blauen
Mantel, Sprache
Über die Straße
Gefegt
Hängengeblieben
An Wortstoppeln

Heute ist Wind
Knoten im Haar
Gestern, gestern

Warst du


o.T.

Die Füße tragen noch
Eine Spur und der Mund
Ein Geräusch, eine Brise
Nur die Luftpausen
Steigen an
Wie die Temperaturen

Wärmegewicht, Beschwerung
Das Tragen eines Körpers

Wir sind nicht die Ersten
Wir nehmen uns nicht aus
Und uns keiner zurück
Frag doch, wenn du es nicht
Glaubst, geh doch, wenn
Du es dir zutraust, in dieser
Hitze

Raum, zu gleichen Teilen unter allen
Aufgeteilt, malen wir uns aus und
Luft für alle, mit denen wir sind, und / oder leben
Lieben (ja!)

Ein Mund voller Vorahnung
Wenn sich die Welle
An die hohe Brust wirft
Freiwurf

Sie bricht weiß, wäscht
Die Diagramme aus dem Sand
Das unschuldige Konto
Die wertvolle Leere

Am Salzrand richten wir
Den Kompass aus, nicht
Am Norden

Alles ist gut, schau!

Der Wind erkennt tastend den Weg
Wo die verknoteten Haare, wo eine Hand
Die pudrige Wärme aus der Vertikalen
Rieseln lässt

Es ist hier, wo niemand…
Man sollte Ihnen sagen, wie es ist,
In der Tat bleibt
Eine wachsende Helle, die sagt, es wird
Nie mehr so sein, wie es einmal war

Und das ist gut
Das ist eine Sicherheit im gesamten,
Gesammelten Dunkel

Lassen Sie uns nicht schlafen, aber
Den Wunsch, gut zu schlafen,
Träumen, egal, wer Sie sind, es zählt nur

Jedes Wort
(Wasser, Luft)


o.T.

Im geflochtenen Sessel
Neben mir, sammelt sich
Schatten und Licht
Haar, Samen

 Eine neue Routine
Zu Beginn, eines Tages
Eine Lage Worte unter
Dem weißen Porzellan

 Die Tischplatte wäre gerne
Stein, die Serviette
Wäre lieber Welle
Sie faltet sich ungeniert

 Auf

 Während das Wasser rauscht
Während einer den Pool befischt
Für alle, die keine Bewegung,
Die den Atlantik nicht mögen

 Kein Salz
In den Wunden, oh
Die wissen nicht(s)

 Unter

Ihnen, denen, jenen
Ein Gedanke zwischen Stimmen:
Man verstünde sie gerne, lieber
Weniger gut, so im Sessel
Aus Korb, Geflecht, in dem
Ich mich sammele, neben mir

Keiner, nur das: Schatten- und
Lichtgefälle, ein Haar, ein paar
Samen, Stille, Hitze und Wind

Deine Hand, lose

In der Ferne

***

o.T.

Zacken, Linien wild gestickt,
Nicht Mode, sondern Moment,
In dem der Schaumschläger
Seine Salzzähne
Ins Indigo versenkt, doch
Wohl dem, der Beine hat
Um sich zu nähern

Wer Schiffe hat, muss
Erst über Planken gehen

Doch so genügt die Fehleinschätzung
Von Distanzen, von Schwell-
Körpern des Ozeanischen
Die an Hosenbeinen fischen
Nach ein bisschen Wärme

Weil es Winter ist und
Keiner seine Glieder
In die Sehnsuchtsmasse
Taucht, denn wir frieren
Ohnehin schon

Halten die Hand zurück,
Die Beine und das Herz,
Halten die Welt zurück,
Die uns erdrückt, von innen
Trommelt, klopft, die Verrückte
Das verrückte Ding, das
Doch tatsächlich lieben will

Im Winter!

Der Frühling blüht unter
Den schwarzen Stränden
Die wir umschichten, Stein
Für Stein, die Eingeweide
Der Meere, die Meere in
Den Eingeweiden, wir
Tauschen wie wild, wie
Die Wilden tauschen wir
Unsere Seelen sehnsüchtig gegen
Das flüchtige Gold auf den Felsen
Morgens und Abends

Vom Morgen bis zum Abend

Halten die Hand hin
Dem leckenden Meer
Der leisen Melodie
Von Haarsträhnen und
Der Erwartung, dem
Wallen und Wollen
Warmer Körper unter Stoffen
Die weich fallen, auf
Steine, rundgeschliffen
Von etlichen Besuchen

In der Einsamkeit

Hier treffen sie sich
Im Geheimen, treffen auf
Sich selbst, dieselben, das
Selbe Verlangen, das sie die
Klippen hinuntertreibt,
Ur(wald)gefühl, glitzernde
Tüten, ausgesäter Samen und

Nackte Hintern

Zufällig verewigt
Auf Bildern von Leuten
Wie uns, die sich nur
Verirren wollen, um
Die Dinge wissen, aber
Ihre eigenen Dinge tun

Am Strand
Im Winter!

Wo das Wasser kühn
An allem nagt, was man
Ihm entgegenstreckt,
Finger, Papier, Füße
Brüste und Übermut, aus
Allen Poren Lust, geliebt
Zu werden, vom Wind
(d)er kommt und geht

Und allem, dem man
Keinen Namen gibt
Weil das Alphabet
Am salzigen Gaumen klebt
Wie die Sterne am
Gewölbe oben, glaubt man
Weil man nichts mehr weiß

Und Wörter gibt es keine mehr
Nur Bilder, weiß bestickt vom
Feuchten Atem Abenteuer

Salzrand kristallisiert sich und
Doch ein Wort, nur eines, angespült, davon-
Getragen, aufgelesen zwischen
Schaummund und Zunge, 
Eingeweiden und Gold, am Strand,
Im Winter

Du kennst es schon, ihr
Kennt es noch

***